Schatten überwinden

Im Leben eingeschränkt

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Ängste, Zwänge, Phobien und Panikattacken schrenken die Menschen ein. Sie können von Unsicherheit bis zur völligen Isolation führen.

Die Hypnose bietet einen Rahmen an, der dabei helfen kann, neuen Lebensmut und Freiheit zu gewinnen.

Durch Hypnose werden Angstsymptome nicht verdeckt, sondern ursächlich aufgelöst, so dass eine Linderung häufig sehr rasch spürbar ist.

Im Rahmen der Therapiesitzungen (in der Regel 6-8) erlernen sie zusätzlich hochwirksame Techniken, um Angstsymptome effektiv zu lösen.

Die Hypnotherapie wirkt sanft, ganzheitlich und benötigt keine Medikamente. Da die Angstpatienten oft unter einer starken Anspannung stehen, kommt es zusätzlich während der
hypnotischen Trance zur tiefen neuronale Entspannung. Diese fördert auf effektiver und natürlicher Weise die Erholung und Entspannung des gesamten Körpers.

Ängste – übertriebene Alarmsignale

Angst ist eine natürliche, lebenswichtige Warnreaktion, die uns im Normalfall vor gefährlichen Situationen schützt. Manchmal kann es jedoch passieren, dass die Angst die Oberhand gewinnt. Wenn sich das normale Verhalten verändert und die ganz alltäglichen Dinge nicht mehr bewältigt werden können?

Sie belastet nicht nur das emotionale Gleichgewicht, sondern wirkt sich negativ auf unser gesamtes Umfeld aus: den Beruf, die Freizeit, unsere Freunde und Familie.

Welche Arten der Ängste sind bekannt:

  • Schulangst / Prüfungsangst
  • Zahnarztangst
  • Flugangst
  • Redeangst
  • Angst vor Menschen / Menschenansammlungen
  • Angst vor Krankheiten
  • Angst vor Tieren
  • Angst vor engen Räumen / Fahrstühlen
  • Höhenangst
  • Verlustangst

In der Hypnose geht es nicht darum, noch einmal die Ursprungssituationen zu erleben, sondern mit der inneren Kraftquelle die Ursache der Angst und damit auch die Angstmuster zu verändern. Ganz egal, ob der Ursprung der Angst aus einem traumatischen Erlebnis, einer tiefsitzenden Verletzung, oder aus familiären Verstrickungen entstanden ist.

So kann man körperliche Angstmuster (wie Panikattacken), emotionale Angstmuster (wie plötzliche innere Unruhe), oder auch mentale Angstmuster (wie “ich schaff das nicht”), für sich selbst innerlich bewältigen.

Panikattacke und plötzlich überfordert

Eine Panikattacke ist ein Zustand intensiver Angst gekennzeichnet durch: – wiederkehrende Angstattacke ohne erkennbaren Grund – begleitet mit vegetativen Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit, Atembeschwerden, Druck und Enge in der Brust. Psychischen Symptomen wie Gefühl der Benommenheit, Derealisation, Angst zu Sterben, …

Die Panikattacke beginnt abrupt und völlig unerwartet, meist ohne erkennbare Auslöser und erreicht innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt. Die zum Beginn einer Attacke wahrgenommenen Signale werden als Gefahr realisiert

Das Ziel der Therapie ist, rechtzeitig aus dem Panik/Angst-Spirale auszusteigen. Eine Lebensweise zu entwickeln, die eine gesunde Balance von Entspannung und Anspannung bietet. Mit Unterstützung können die  Betroffenen wirkungsvolle Werkzeuge und Selbsthypnose erlernen.

Nicht selten scheint es fast eine “Familientradition” zu geben, die darin besteht, Sorgen und Problemen übermäßig viel Aufmerksamkeit zu widmen.

Für die Betroffenen gilt es, mit Hilfe der Hypnotherapie eine positiv-realistische Lebenseinstellung zu entwickeln, die es ihnen erlaubt, Lebensprobleme konstruktiv zu lösen, ohne von Ängsten dominiert zu werden.

Phobie – panische Angst von …..

Phobien sind sehr eng mit Ängsten verbunden, daher gibt es in der Hypnose ähnliche Therapieansätze. Eine Phobie ist eine unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen. „Abneigung aller Art“, die meist in Einengung der Lebensqualität endet.

  • Tier-Typ (Spinnen, Katzen, …)
  • Blut-, Injektions-, Verletzungs-Typ (Spritzen, Injektionen, Nadeln, …)
  • Situativer-Typ (Flugzeug, Fahrstuhl, Platzangst…)
  • Naturgewalten-Typ (Wasser, Gewitter, …)

Beispielsweise die Agoraphobie – Platzangst = Angst vor öffentlichen Räumen, Menschenansammlungen, Situationen. Da wo eine Flucht oder das Bekommen von Hilfe, schwierig wäre. Die Angst vor dem „Ausgesetzt-Sein“ außerhalb der gewohnten Umgebung.

Oder die soziale Phobie = Angst im Mittelpunkt zu stehen – Selbstunsicherheit. Furcht von anderen beobachtet und negativ bewertet zu werden. Die Angst, sich vor Menschen zu blamieren, extreme Schüchternheit. Sicherlich erröte ich wieder. Bestimmt kann ich den Vortrag nicht gut präsentieren. Beim Essen trinke ich kein Alkohol, sonst denken alle, ich bin ein Alkoholiker. Wenn ich an der Kasse bezahlen soll, fangen meine Hände bestimmt wieder an zu zittern.

Auf Dauer kommt es zum ausgeprägten Vermeidungsverhalten, sozialen Ausgrenzung und Isolation. Die Teilnahme an gesellschaftlichem Leben wird für Menschen mit panische Angst und evtl. auch Zwängen zunehmend schwieriger.

Durch Zwangsgedanken gesteuert

Es gibt weit aus mehr Formen von Zwängen, als man es für möglich halten mag. Wichtig ist eine Zwangsstörung möglichst frühzeitig zu erkennen und ihr entgegen zu wirken, denn Zwangserkrankungen habe die Tendenz sich auszuweiten.

Frauen und Männer sind in etwa gleich betroffen. Der Beginn der Symptomatik liegt in der Regel vor dem 35.-ten Lebensjahr, meist bereits in der Kindheit. Ein Zwang wird dann pathologisch, wenn er in Übertreibung ausartet.

Die meisten Auslöser sind Lebenskrisen, Beziehungskrisen, Trennungen, Tod, Belastungen, zu starker Stress, oder eben zum Teil frühkindliche Störungen oder Angstgefühle. Die Ursachen sind noch immer nicht eindeutig geklärt.

Was sind die häufigsten Zwangsstörungen:

  • Waschzwang
  • Putzzwang
  • Ordnungszwang
  • Kaufzwang
  • Kontrollzwang
  • Berührungszwang
  • Wiederholungszwang
  • Zählzwang
  • Sammelzwang
  • zwanghaftes Kratzen oder Haare ausreisen

Zwangsgedanken und Zwangshandlungen kosten Zeit, weil sie mit ständigen Wiederholungen verbunden sind. Manche Menschen geraten sogar in völlige Isolation, da sie Angst haben, sich draußen mit Krankheitserregern anzustecken. Grundthese ist, dass bei Zwängen das eigentliche Problem – die Gefühle – sind. Nicht zuletzt leiden die Familienmitglieder mit, so dass es nicht selten zu Trennungen kommt.

Wie soll man es erklären, das man den ganzen Tag den einen Gedanken nicht los wird! Habe ich hinter mir die Tür auch wirklich abgeschlossen? Lieber nochmals kontrollieren! Und zur Sicherheit doch noch einmal nachschauen! Wieder und immer wieder! So oder ähnlich denken die betroffenen.

Gibt man dem Zwangsgedanken nach, dann erfahren die Zwangserkrankten zunächst Erleichterung, bevor neue Zweifel aufkommen. Der Zwang wird dann immer häufiger und der Zwangsgedanke immer stärker.

In der Hypnosetherapie schauen wir uns diese Bereiche oder Auslöser an, sogar auch jene, zu denen wir selber keine bewusste Erinnerung mehr haben. Es wird nach Stimmungen oder Lebenssituationen Ausschau gehalten, die als Auslöser in Frage kommen. Lebenskrisen können bei manchen Menschen ein Ventil in den Zwang finden.

Durch die Arbeit in der Hypnose geht es darum, dass der Patient die Krisensituation unbeschadet überstehen kann, gestärkt hervorgeht und seinen Zwang ablegen kann.