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Mangelland Deutschland?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 80 Prozent aller Erkrankungen als „ernährungsbedingt“ einzustufen. Dazu kommt, dass den Löwenanteil der lebensnotwendigen Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralien der Organismus nicht selbst herstellen kann. Deshalb müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen oder durch kluge und gezielte Einnahme von Mikronährstoffen ergänzen.

„Buntes Essen“ garantiert eine Zufuhr der notwendigen Vitalstoffe. Diese wirken wie ein Schutzschild für das Immunsystem und unsere Gesundheit. Entzündliche Prozesse im Organismus, koronare Herzkrankheiten, Rheumatismus, Arteriosklerose, Diabetes, chronische Übersäuerung sowie Krebserkrankungen können dadurch signifikant reduziert werden (bestätigt der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Wechsler).

Leider ist es so, dass die uns angebotenen Nahrungsmitteln durch die modern betriebene Agrarindustrie „Masse statt Klasse“ nicht mehr die benötigten Nährstoffe liefern. Ausgelaugte Böden, zu schnelles Wachstum, teilweise Ernte von unreifen Erzeugnissen, lange Transport- und Lagerungswege, ertragsreiche „Genoptimierung“, Überdüngung.

Obst und Gemüse verlieren immer mehr an Nährstoffen und der Einsatz von immer mehr Pestiziden und Düngemitteln vergiftet uns!

Jeder Mensch hat einen anderen Bedarf. Daher ist die richtige Auswahl an den richtigen Ergänzungsmitteln entscheidend.

Vitamine und Mineralstoffe – lebenswichtige Helfer für ein gesundes Leben

Über- oder Unterversorgungen mit Mikronährstoffen sollten stets vermieden werden, da diese zu Störungen im Zellstoffwechsel führen können. Daher ist auf eine gezielte Zufuhr und Ergänzung zu achten. Ganz besonders während schwerer oder chronischer Krankheiten oder in besonderen Lebensphasen wie Schwangerschaft oder Stress.

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Enzyme erfüllen lebenswichtige Funktion in unserem Körper. Eine ausreichende Aufnahme durch die Nahrung im Darm ist lebenswichtig. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse wird dieser Bedarf in der Regel gut gedeckt. Jedoch stehen wir vor dem Problem, dass die tägliche Nahrung den benötigten Bedarf meist nicht deckt und bei vielen Menschen nicht frisch zubereitet wird.

Vitamine sind an vielen Stoffwechselprozessen und Körperfunktionen beteiligt. Da sich der Stoffwechsel eines jeden Menschen anders gestaltet, kann man keine absoluten Werte für den Tagesbedarf von Vitaminen geben.

Dieser wird neben dem Geschlecht sowie dem Alter noch von vielen weitere Faktoren beeinflusst: körperliche oder psychische Belastungen, Stressbelastung, Krankheiten, Verletzungen, Infektionen, Ernährungsgewohnheiten, Darmerkrankungen, Krebserkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Umweltbedingungen und Lebensgewohnheiten, Konsum von Alkohol und Nikotin und ganz besonders durch meist unnötigen und übertriebenen Konsum von Medikamenten und Schmerzmitteln. Werden Sie sich darüber klar, dass jeder Einsatz von Statinen, Säureblockern, Herzmitteln oder Schmerzmitteln richtige Mineralstoffräuber sich und ihren Körper vergiften. 

Nahrungsergänzungen

Zahlreiche Firmen bieten eine schier unüberschaubare Menge an Nahrungsergänzungsmitteln.

Ganz entscheidend sind die Qualität und die richtige Zusammensetzung. Leider ist es so, dass die günstigen Präparate überwiegend aus Füllstoffen und Rieselhilfen bestehen. Hier ist meist nur der Name der Träger des versprochenen Mittels.

Als Therapeutin habe ich natürlich ein anderes Verständnis und Anspruch, aber auch einen anderen Zugang zu Informationen über die Qualität solcher Mittel. Ich arbeite unabhängig von Herstellern und kann deshalb für jeden einzelnen Patienten das richtige Ergänzungsmittel bestimmen. Denn nur Nahrungsergänzungsmittel, die richtig kombiniert sind, eine richtige Dosierung enthalten und sich durch eine hohe Bioverfügbarkeit auszeichnen, können uns im richtigen Moment helfen.

Damit die zusätzlich zugeführten Vitamine uns helfen und nicht schaden, ist auf folgendes zu achten: höchste Qualität, schonende Verarbeitung, allergenarm, keine überflüssigen Konservierungsmittel, keine Süßstoffe, regelmäßige Überprüfung auf Schwermetalle, Insektizide, Pestizide, Fungizide und Radioaktivität

Jeder Mensch in seiner Lebenslage hat einen anderen Bedarf. Daher ist die richtige Auswahl an den passenden Ergänzungsmitteln entscheidend. Welche von diesen lebenswichtigen Nährstoffen fehlen, kann ich in meiner Praxis sehr schnell und unkompliziert mit einem Stoffwechsel- und Nährstoffscan ermittelt oder in einem Blutlabor testen lassen.

Wichtig sind nicht nur Vitamine, sondern auch Mineralstoffe. Beispiel Magnesium:

Jüngste Studien zeigen, dass rund 60% der Menschen unter Magnesiummangel leiden. Dadurch kann das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes, Asthma und Demenz wachsen. 

Über 600 zentrale Enzyme sind direkt auf Magnesium angewiesen – es gibt darum fast keinen Bereich unserer Gesundheit, der nicht durch Magnesium beeinflusst wird. Magnesium ist unentbehrlich für Energie, Muskeln, Nerven und Herz, aber auch für unseren Hormonhaushalt und das Immunsystem. Insgesamt 60% der gesamten Magnesiumvorräte befinden sich in den Knochen und Zähnen

Aufgaben vom Magnesium im Körper sind z.B.: Energieproduktion der Zellen, Bildung von DNA, Erregungsleitung von Nerven zu steuern, Muskelkontraktion, Herzschlag, es stärkt das Knochengewebe und die Zähne, Enzymstoffwechsel.

Magnesium schützt vor Bluthochdruck, Demenz, Depressionen, Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen, Knochenbrüchen und Osteoporose, Schlaganfall, uvm. Entscheidend für eine ausreichende Aufnahme ist ein gesunder Darm.

Mögliche Anzeichen vom Mangel sind: häufige Muskelkrämpfe (Waden, Füße, Hände), Missempfindungen und Ameisenlaufen, Augenzucken, hohes Schlafbedürfnis und wenig erholsamer Schlaf, Herzrasen mit Atemnot und Angst, Bluthochdruck, kalte Hände und Füße, häufige Bauchschmerzen, starke Regelbeschwerden, Verstopfung, geringe Stresstoleranz, Nervosität, Migräne. Bei diesen und ähnlichen Anzeichen kann es hilfreich sein den Magnesiumspiegel zu testen. Lassen Sie sich bei mir beraten.

Schüssler-Salze – Grundbausteine für die Gesundheit des Körpers

Jede einzelne Körperzelle benötigt zum Funktionieren bestimmte Mineralstoffe. Dieses Zusammenspiel erforschte der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898). Dabei fand er die 12 biochemischen Mineralsalze für die Gesundheit.

Schüßler-Salze helfen den Stoffwechsel zu harmonisieren und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Sie helfen auch, wenn zwar im Körper Mineralstoffe vorhanden sind, aber diese falsch verteilt werden – „Molekülverteilungs-Störung“.

An dieser Stelle ist jedoch anzumerken, dass Schüßler Salze beim vorhandenem Mineralstoffmangel diesen nicht “gründlich” auffüllen können. Schüßler Salze helfen bei der Unterversorgung die gestörte Reaktion der Zellen in Gang zu setzen, damit sie wieder in der Lage sind, zugeführte Mineralstoffe aufzunehmen und richtig zu verteilen.

Bei gesunder Ernährung und einem gesunden Lebensstil werden die 12 essentiellen Mineralstoffverbindungen problemlos über die Nahrung aufgenommen. Ist unser Körper z.B. durch eine Übersäuerung dazu jedoch nicht in der Lage, so kann ein Mineralstoffmangel zu Störungen der physiologischen Vorgänge oder Krankheit führen.

Die 12 Grundsalze in einem Überblick:

Nr. 1   – Calcium fluoratum D12 – hilft bei Haut-, Nagel- und Knochenproblemen
Nr. 2   – Calcium phophoricum D6 – unterstützt Heilung und Wachstum
Nr. 3   – Ferrum phosphoricum D12 – bei Entzündungen und Verletzungen
Nr. 4   – Kalium chloratum D6 – Heilmittel für die Schleimhäute
Nr. 5   – Kalium phosphoricum D6 – stärkt Muskel und Nerven
Nr. 6   – Kalium sulfuricum D6 – chron. Entzündungen und Hauterkrankungen
Nr. 7   – Magnesium phosphoricum D6 – hilft bei Schmerzen und Krämpfen
Nr. 8   – Natrium chloratum D6 – reguliert den Flüssigkeitshaushalt
Nr. 9   – Natrium phophoricum D6 – normalisiert den Stoffwechsel
Nr. 10 – Natrium sulfuricum D6 – regt Ausscheidung und Entgiftung an
Nr. 11 – Silicea D12 – stärkt Sehnen, Knorpel und Knochen
Nr. 12 – Calcium sulfuricum D6 – lässt Eiter abfließen

Wenn Schüßler-Salze als Begleittherapien eingesetzt werden, ist eine genaue Bestimmung und die Form der Einnahme durch einen Therapeuten unumgänglich.

Geschichtliches:

Entstehung der Biochemie

Der homöopathische Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) lebte in einer Zeit revolutionärer biologischer Entdeckungen. Das Mikroskop war erfunden worden und Mediziner begannen das Leben der Zelle zu studieren. Große Wissenschaftler wie Jakob Moleschott und Rudolf Virchow begründeten eine neue Sichtweise der Physiologie des menschlichen Organismus, die einen großen Einfluss auf Dr. Schüßler ausübte.

Sahen frühere Ärzte die Ursache von Erkrankungen in krankhaft veränderten Körpersäften (die sog. Säftelehre oder Humoralpathologie), erkannte Virchow das Wesen der Krankheit in der pathogen veränderten Zelle. Er begründete damit eine völlig neue medizinische Sichtweise, die sog. Zellularpathologie.

Inspiriert durch die Entdeckung Moleschotts, dass Mineralsalze für die Funktion des menschlichen Organismus lebensnotwendig sind, untersuchte Dr. Schüßler die Asche von Verstorbenen auf die darin enthaltenen Mineralstoffe. Er wollte herausfinden, welche Mineralsalze im Körper tatsächlich vorkommen. Wie Moleschott war er der Meinung, dass die Zelle eines gesunden Körpers alle nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis zueinander besitzen. Schüßlers Folge der Forschung war, dass Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen entstehen.

Für den bis dahin noch homöopathisch therapierenden Arzt Schüßler lag der Gedanke nahe, dass der krankhaft veränderte Mineralstoffhaushalt durch Gabe eben dieser Mineralien in potenzierter Form positiv beeinflusst werden könne. So entwickelte er 12 homöopathisch zubereitete „Funktionsmittel“, die genau die Mineralien umfassten, die er bei seinen Untersuchungen im menschlichen Körper entdeckt hatte. Schüßler wandte sich damit ganz von der Homöopathie ab und praktizierte ausschließlich und mit großem Erfolg seine neue Heilmethode, die er „Biochemie“ nannte.